Verbranntes Geld?
Der Memminger Stadtrat hat mehrheitlich beschlossen, sich mit 1,8 Millionen Euro an einer „Besitzgesellschaft II“ am Allgäu Airport zu beteiligen und für eine Straße weitere 350.000 Euro auszugeben. Insgesamt soll Memmingen 2,15 Millionen Euro „verbrennen“.

Fragwürdige „Wertsteigerung“
Vor rund 10 Jahren kaufte die Flughafengesellschaft die Flächen für einen Preis von ca. 1,50 Euro/m² vom Bund. Nun sollen die Steuerzahler etwa das 30-fache dafür aufbringen.
Noch 2011 erwarben die Gemeinden Benningen und Hawangen die angrenzenden Flächen für einen Bruchteil des heutigen Preises.

Gewerbeflächen satt
Im Unterallgäu stehen weit über 100 ha ausgewiesene Gewerbeflächen zur Verfügung. Der prognostizierte Bedarf liegt derzeit lediglich bei 14,2 ha („Gewerbeflächenstudie Allgäu“ 2014/15).
Und jetzt noch weitere 28 ha „sogenannte“ Gewerbeflächen auf dem Airport-Gelände dazu?

Eingeschränkte Nutzung
Auf diesen 28 ha kann überwiegend keine allgemeine Gewerbenutzung stattfinden. Für die südlichen Flächen (18 ha) ist ausschließlich luftfahrtgebundene Nutzung (Frachtflug!?) zulässig. Außerdem werden diese Flächen für den genehmigten Ausbau des Allgäu Airports benötigt. Zudem ist die Nutzung durch Luftverkehrsrecht eingeschränkt. Auf der nördlichen Fläche (10ha) befinden sich bereits die für den Airport ausgewiesenen Parkplätze.
Wie soll da ein “interkommunales Gewerbegebiet“ entwickelt werden?

Arbeitsplätze
Der Allgäu Airport beschäftigte im Jahr 2014 laut eigenen Angaben lediglich 89 Personen.

Altlasten
Kampfmittel, Munition, Gift im Boden, Gift im Trinkwasser (PFT durch Löschschaum): Im Falle einer Sanierung ist nicht geklärt, wer die Kosten dafür übernimmt.

Folgekosten
Es stehen weitere Ausgaben an für die gesetzlich vorgeschriebene Erschließung: Wasser, Kanal, Abbruch von bestehenden Gebäuden, Verkehrswege, Internet.
Wie teuer werden die Flächen am Ende für die Steuerzahler?

Fazit
Es existiert noch keine Besitzgesellschaft II, es liegt noch kein Vertrag vor.
Der Stadtrat hat mehrheitlich eine Blanko-Vollmacht erteilt: 2,15 Millionen Euro für ein fragwürdiges Geschäft zu ungeklärten Bedingungen! Die öffentlich verkündeten „Vertragsinhalte“ sind bislang lediglich „heiße Luft“.

Seit 2005 wurden ca. 9 Millionen Euro öffentliche Gelder für den Flughafen aufgewendet.
2015 wurden weitere 20 Millionen Euro öffentliche Gelder zugesagt.
Wie viel Geld wird noch verbrannt?

Wir brauchen unser Geld u.a. für Schulen, Seniorenheime, ÖPNV, schnelles Internet und das Klinikum.

SIE ENTSCHEIDEN !

Kein Geld für Flughafengrundstücke
Stimmen Sie für den Bürgerentscheid 2

 

Stimmzettel_MM